Mit dem Wohnmobil im Winter nach Spanien

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Palmen

Mit dem Wohnmobil dem Winter entfliehen – dann ist Spanien genau das Richtige

Winter ist nicht so meine Jahreszeit. Jedenfalls nicht hier bei uns in Norddeutschland.Mit Schnee in den Alpen ist das was anderes. Das hat schon was. Aber bei uns ist es halt immer nur grau, kalt, regnerisch, stürmisch – also nicht so richtig winterlich. Bleibt ja nur eins, mit unserem Wohnmobil ab in den Süden. Also in den richtigen Süden wie z.B. Spanien an Mittelmeer. Da kann es im Dezember leicht um die 20 Grad haben. Man muss allerdings schon Barcelona hinter sich lassen.

Hund in Oliva am Strand

Da aber für uns auch immer der Weg das Ziel ist und ich ja Frankreich sowieso liebe, lassen wir uns für die Hinreise, wenn das Wetter stimmt, auch gerne etwas mehr Zeit.

Im Norden Frankreichs ist es noch recht kalt, aber auch irgendwie total nett. Abends durch die weihnachtlich beleuchteten Straßen zu gehen ist einfach schön. Es ist alles nicht ganz so pompös wie in Deutschland. Nicht in jedem Vorgarten herrscht Festbeleuchtung, was ich als sehr angenehm empfinde.


Je weiter man dann in den Süden kommt, umso angenehmer wird das Klima. In Südfrankreich kann man dann auch schon, wenn der Wettergott mitspielt, Mittags in der Sonne draußen sitzen und Moules Frites – Muscheln und Pommes frites – essen. Dazu ein Gläschen Weißwein, einfach herrlich!

Das wunderbare an der Jahreszeit ist einfach, das es in Frankreich an der Küste überall total leer ist. Es gibt viele Wohnmobilplätze und nirgends ist was los. Vielleicht steht nochmal ein anderes Wohnmobil dort, drei sind schon viele. Dadurch ist das Reisen an sich schon so entspannt. Man muß sich überhaupt keine Gedanken darüber machen, ob man ein nettes Plätzchen findet, oder, wie im Sommer leider manchmal, ob man überhaupt noch einen Platz irgendwo bekommt.

Strand Frankreich Atlantik

Und die Strände sind auch fast menschenleer. Besonders an der Atlantikküste. Ein wunderbarer Strand am Atlantik ist Contis Plage, dort gibt es auch einen netten Wohnmobilstellplatz. Ich möchte aber nicht wissen, wie es dort im Sommer aussieht. Ich denke, da wird es gerammelt voll sein.

Im Landesinneren ist das ein wenig anders. Aber überfüllt ist es nirgendwo, einen Platz bekommt man auch hier immer . Daher liebe ich es auch, zu der Jahreszeit mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein.

Auch wenn wir die Tage, die wir durch Frankreich fahren sehr genießen, unser Hauptziel ist dann trotzdem Spanien.  Und der Hauptgrund ist ganz einfach: es ist im Winter in Spanien doch um einiges wärmer.  Im Sommer wäre es gar nichts für mich, viel zu heiß und zu voll. Also alles zu seiner Zeit.

Spanien, Aranda de Duero

Campingplätze die auch im Winter geöffnet haben gibt es überall an der Küste. Es gibt mittlerweile doch sehr viele Überwinterer. Wohnmobilplätze haben sich in den letzten Jahren auch vermehrt. Um die Feiertage herum ist es allerdings überall sehr voll. Für Camper die auf der sicheren Seite sein wollen, ist eine rechtzeitige Reservierung zu empfehlen.

Wir fahren immer auf gut Glück. Uns stört es aber auch nicht, wenn wir merken, das passt alles gar nicht, die Richtung zu wechseln oder einfach noch ein paar hundert Kilometer weiter zu fahren. Wichtig ist dann eigentlich nur, vorher schon eine Alternative im Kopf zu haben.

Gasse in Pamplona Nordspanien

Es gibt auch ganz tolle Städte im Landesinneren. Dort bekommt man auch immer einen Platz. Im südspanischen Andalusien hat z.B. Sevilla mehrere Stadtplätze und ist absolut sehenswert. Eine sehr lebendige bunte Stadt voller Orangenbäume und riesigen roten Weihnachtssternen.

Sevilla im Winter

In Spanien kann man zu dieser Jahreszeit sehr viel machen, das Wetter ist auch ideal zum Fahrrad fahren. Es gibt tolle ausgebaute Fahrradwege. Auch in den Städten lässt es sich gut fahren. Die spanischen Autofahrer sind sehr rücksichtsvoll Radfahrern gegenüber.

Fahrradtour bei Aguilas Süd-Spanien Mucia

Und natürlich das Essen!

Die meisten Restaurants und Cafe‘s haben den Winter über auch in den Feriengebieten an der Küste geöffnet. Die Geschäfte haben, wie auch im Sommer, eine lange Mittagspause.

Es ist dann in den Restaurants recht voll, die Spanier, wie auch wir, sitzen dann gerne in der Mittagssonne draußen und Essen eine Kleinigkeit. Kulinarisch hat Spanien unheimlich viel zu bieten. Das merkt man schon wenn man sich die Markthallen und die Märkte anschaut. Die Auswahl an frischen Fisch und Gemüse ist dort selbst in kleineren Orten phantastisch. In den Markthallen kann man auch meist an einigen Ständen Kleinigkeiten essen und trinken. Und die Auswahl an frischem Fisch ist einfach der Wahnsinn.

Fischabteilung

Frischer Thunfisch oder ein paar Scampis einfach auf den Grill und dazu ein wenig gegrilltes Gemüse, etwas Brot und Aioli – schon ist ist ein phantastisches Essen ohne viel Aufwand fertig. Und ganz easy. Oder ein wenig Serrrano Schinken und Manchego Käse, ein bisschen Oivenöl drüber – einfach lecker !

Und nach dem Essen?

Klein, stark und tiefschwarz kommt der Café solo daher – gleich einem Espresso. Zu stark? Dann versuch‘ es doch mal mit einem Café americano. Der ist vergleichbar stark wie deutscher Filterkaffee.

Hier die spanischen Kaffees für Euch zur Info
Café solo – Espresso
Café con leche – Milchkaffee
Café cortado – Café mit einem Schuss Milch
Café americano – Filtercafé
Carajillo – Espresso mit einem Schuss Brandy

und das ist meine Lieblingsvariante:
Café Bombón – Kondensmilch mit Espresso

Ach ja, eines hab‘ ich noch vergessen, natürlich darf ein Glas spanischer Wein dazu nicht fehlen. Ich bevorzuge in Spanien Weißwein. Gibt mir immer das Gefühl von Sommerfrische.

Blick auf den Hafen Oliva Spanien Valencia

Hach, wo ich das so schreibe, könnte ich grad losfahren.

Wer bis hierher gelesen hat, den grüße ich ganz herzlich, Deine Küstenfrau Gaby

Hier noch eine ganz informative Internetseite für Spanien Interessierte:https://www.spanien-reisemagazin.de/

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