Hundeanhänger – Optimal für lange Fahrradtouren

Bei diesem Blogbeitrag weiß ich gar nicht so recht wo ich zuerst anfangen soll.

Übers Wohnmobil –und eBike fahren hab‘ ich ja schon geschrieben. Fehlt also noch der Hund.

Wir haben einen Bordercollie (Jonny) der schon viel von der Welt gesehen hat – besser gesagt von Europa, weil wir ihn überall mithin schleppen. Macht wahrscheinlich fast jeder Hundebesitzer. Mit Wohnmobil ist das ja auch ganz easy. Wir haben schon so einiges abgegrast in den letzten Jahren. Und sind auch immer unterwegs viel Fahrrad gefahren. Auch mit Hund. Nur so richtig lange Strecken, das geht eben nicht.

Irgendwann habe ich dann mal einen Hundeanhänger gekauft. Am Anfang eher weil ich ihn ganz witzig fand – unser Hund allerdings eher nicht so.

Als ich das Ding das erste Mal ausprobiert habe, eine kleine Runde durchs Dorf, fand mein „Köter“ Jonny das so gar nicht gut und hat laut angefangen zu jaulen. Ich war froh als ich wieder Zuhause war. Dann hab‘ ich den Anhänger erst mal wieder weggepackt. Aber zum Glück haben wir es dann doch noch mal wieder ausprobiert.

Manchmal läuft Jonny, wenn es geht, erst mal nebenher. Wenn er etwas kaputt ist und es auch langweilig findet – er möchte natürlich lieber in Ruhe überall schnüffeln, also hält er dann zwischendurch immer plötzlich an und kommt nur ganz langsam hinterher. Dann wird es  Zeit das er sich hinten rein setzt. Nun stört es ihn aber auch gar nicht mehr. Zwischendurch lassen wir ihn dann auch wieder nebenher laufen.

So kann man super eine schöne Tagestour machen. Nach ca. 30 km machen wir sowieso eine größere Pause – auch wir Menschen brauchen ja mal eine Erholung.

Mittlerweile geht Jonny schon von alleine in den Anhänger, wenn er merkt das wir gleich los wollen, damit er auch wirklich mitkommt.

Als ich früher Leute mit so einem Hundeanhänger getroffen habe, fand ich es ehrlich gesagt irgendwie merkwürdig und dachte die übertreiben das aber mit ihrer Hundeliebe. Man muß tatsächlich alles erstmal selber ausprobieren bevor man sein Urteil fällt.

Ich kann also nun sagen, das es wirklich super praktisch ist.  Man könnte den Hund natürlich auch im Wohnmobil lassen, aber wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, finde ich das nicht so gut. Auch für ältere Hunde, bei kleineren Touren, ist es doch echt schön.

Vom fahren her kann man sagen, das es auf gerader Strecke völlig unproblematisch ist, dann merkt man den Anhänger kaum. Das kommt wohl auch noch auf das Gewicht des Hundes an. Fährt man allerdings bergauf, sieht die Sache schon anders aus.

Mit dem eBike ist das natürlich völlig easy, allerdings verbraucht man wesentlich mehr Akku.  Bei einer längeren Etappe sollte man das vorher also in die Planung einbeziehen.

Außerdem sollte man vorher ein wenig schauen, was man für eine Strecke fährt. Mal eben durch die Botanik geht nicht. Oder, wie es uns auch schon passiert ist, den ausgeschilderten Wanderweg genommen (sah kürzer aus als die Straße), der war dann aber tatsächlich irgendwann schlimmer als jede Mountainbike Strecke. Zum Glück waren wir da ohne Anhänger unterwegs. Wir hatten aber trotzdem unseren Spaß, besonders mein Liebster, als er mein Bike über irgendwelche riesen Steine schleppen musste. Ich muß jetzt schon wieder breit grinsen, während ich das schreibe.

Fahrradtour mit Hänger

Es gibt übrigens noch eine zweite praktische Seite an so einem Anhänger. Wir fahren auch damit einkaufen wenn wir unterwegs sind. Man kann einpacken soviel man will. Meine Satteltaschen reichen manchmal nicht ganz aus, besonders bei schweren Sachen (Kiste Bier braucht man ja auch mal unterwegs) ist es besonders praktisch. Nur der Hund guckt immer etwas irritiert, wenn man mit dem Anhänger, aber ohne ihn losfährt.

4 Kommentare
  1. Lilli
    Lilli says:

    Wie schön, dass wir Hundeeltern uns so ähnlich sind. Meine Ginger kommt auch in einen Buggy wenn wir ein bisschen weiter wollen. War zuerst auch eine kleine Katastrophe aber jetzt sind wir sehr glücklich darüber

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      • kuestenfrau
        kuestenfrau says:

        Liebe Svenja,
        entschuldige Bitte das ich erst jetzt antworte. Das habe ich irgendwie noch nicht so drauf in die Kommentare zu schauen. Gibt warscheinlich auch die Möglichkeit das man ein Benachrichtigung bekommt. Da werde ich gleich mal nach schauen.
        Vielen Danke für Deinen netten Kommentar! Unser Hund ist auch 11. Und ja, genau, man muß sich keine Gedanken machen wenn er mit ist. Man hat sonst immer irgendwie ein schlechtes Gewissen gehabt. Wir haben dann nie so richtig große Touren gemacht. Hoffen wir auf einen schönen Frühling, das wir gleich wieder loslegen können! Lieben Gruß aus dem Norden, Ahoi!

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  2. Svenja
    Svenja says:

    Guter Bericht, genau so ist es.
    Wir haben auch einen Hundehänger und möchten ihn nicht mehr missen. Unser Hund Buck (11) fand es von Anfang an toll damit durch die Gegend gefahren zu werden. Wir lieben es so ausgiebige Tagestouren zu dritt machen zu können. Gibt uns mehr Freiheit und man muss sich nicht Gedanken machen ob der Hund nun doch zu lange allein zuhause war. Und ganz wichtig, Kinder, Bierkisten und, und, und….werden ja auch so transportiert, warum nicht auch der Hund. 🙂

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